DBT (Dialektisch Behaviorale Therapie)
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist ein Therapiemodell und Konzept zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die Aufgabe des Behandelnden ist eine Balance zu finden, zwischen Strategien des Verstehens und Wertschätzens eines Problems und dessen Veränderung. Diese „dialektische Strategie“ bildet die Grundlage für die Bezeichnung Dialektisch-Behaviorale Therapie. Im Sinne der DBT betrachtet Dialektik scheinbare Gegensätze in der Welt des Patienten, um sie aufzulösen und schrittweise zu integrieren.
Die Therapie erfolgt in vier Schritten:
Schritt I: >>Skillsgruppe
Vermittlung von theoretischem Wissen
Schritt II: >>Einzeltherapie
Individuelle Anpassung der Skills
Schritt III: >>Skillsgruppe
Übungen mit den Skills unter Non-Stress-Bedingungen
Schritt IV: >>Einzeltherapie
Einsatz der Skills als zielförderndes Alternativverhalten
Struktur der Sitzungen
Das Skillstraining gliedert sich in folgende Fünf Module:
Achtsamkeit:
Die Fertigkeit zur Verbesserung der Inneren Achtsamkeit basiert auf der Praxis der Zen-Meditation. Sie dient in erster Linie dazu, den Patienten die Relativierung von aktivierten Emotionen und Kognitionen zu ermöglichen.
Die schrittweise Etablierung einer „metakognitiven Ebene“, welche eine selbstreflexive Beobachtung der aktuellen emotionalen Reaktion ermöglicht, ist zum einen therapeutisches Ziel, zum anderen eine wesentliche Voraussetzung für die Anwendung aller anderen Funktonen.
Daher steht die Vermittlung von Achtsamkeit nicht nur am Anfang der Skillsgruppe.Sie wird zu Beginn eines jeden Moduls wiederholt.
Stresstoleranz:
Diese Fertigkeiten dienen zum einen dazu, Hochstressphasen zu bewältigen, zum andren, die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass entsprechende Hochstressphasen auftreten.
Umgang mit Gefühlen:
Dieses Modul nimmt den breitesten Raum ein und ist sicherlich das zentrale Modul, welches die tiefgreifenden Veränderungen der DBT ermöglicht. Die Patienten lernen sowohl theoretische Aspekte der Emotionsregulation als auch Fertigkeiten, die wichtigsten Emotionen zu identifizieren und zu regulieren.
Zwischenmenschliche Fertigkeiten:
Das Training zwischenmenschlicher Fertigkeiten bezieht sich auf die Verbesserung der sozialen Kompetenz unter besonderer Berücksichtigung von Aspekten der Planbarkeit und Bewertung sozialer Situationen.
Selbstwert:
Dieses Modul basiert auf einem primär kognitiv orientierten Therapiekonzept, das spezifisch an die schwerwiegenden dysfunktionalen Selbstkonzepte der Borderline-Patienten adaptiert wurde. Es erfordert ein gewisses Maß an Selbstreflexion und „metakognitiven Fähigkeiten“
d.h.: die Auseinandersetzung mit den eigenen kognitiven Prozessen (Gedanken, Meinungen, Einstellungen usw.), also das „Wissen über das eigene Wissen“. |
| Psychotherapie
Energetische Psychotherapie (EDxTM)
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