Traumatherapie nach dem KReST – Modell
Körper-Ressourcen-und Systemorientierte Traumatherapie
Das KReST- Modell wurde von Herrn Lutz Besser – Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie und KJP –entwickelt.
Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie ist
eine phasisch strukturierte, sanfte und ressourcenorientierte
psychodynamisch-integrative Form der Traumatherapie, die auf
dem Boden aktuelle Erkenntnisse der Neurobiologie,
Stress-,Bindungs-, Verhaltens- und Traumaforschung steht sowie
systemische Aspekte (Partnerschaft, Familie, Helfersysteme,
Gesellschaft) in die theoretische und therapeutische Arbeit mit
einbezieht.
Die veränderte Stress- und Informationsverarbeitung und
Gedächtnisfunktion sowie emotionale und körperliche
Reaktionsmuster nach traumatischen Erlebnissen bedarf
multidimensionaler therapeutischer Interventionen. Deshalb werden
in dem 4-phasigen traumazentrierten Psychotherapie-und
Beratungsmodell KReST tiefenpsychologische, behaviorale,
imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken zur
Symptomreduktion und Heilung von psychischen Problemen,
Symptomen und Persönlichkeitsstörungen genutzt.
Was sind Traumata?
Traumata sind plötzliche oder anhaltend bedrohlich ängstigende und ausweglose Ereignisse. Sie hinterlassen unbehandelt oft lebenslang Spuren in Form von zahlreichen psychischen und körperlichen Symptomen mit Beeinträchtigung von Lebensqualität und Lebensgestaltung.
Unfälle, Naturkatastrophen,plötzliche Verluste naher Menschen, schwere bedrohliche Erkrankungen, manche intensivmedizinischen Eingriffe, Kriegsereignisse,Vertreibungs-Flucht- oder Gefangenschafts- und Foltererlebnisse, zivile Gewalterfahrungen aller Art, manchmal auch "nur" als Augenzeuge, vor allem emotionale, physische und sexuelle Mißhandlungen ("Mißbrauch") in Kindheit, Jugend, aber auch im Erwachsenenalter traumatisieren fast jeden Menschen erheblich, insbesondere innerfamiliär durch "Inzest".
Viele Menschen leiden Jahre und Jahrzehnte nach traumatischen Erlebnissen an den von Ärzten und Therapeuten aller Fachrichtungen oft nicht erkannten posttraumatischen Störungsbildern. Nach den beiden ersten internationalen Traumakongressen in der BRD, 1998 in Köln und 1999 in Göttingen und besonders Katastrophen wie dem Eschede-Unglück vom 3. Juni 1998, dem Kosovo-Krieg und den Erdbeben in der Türkei wuchs bundesweit die Aufmerksamkeit und das Interesse an der Bedeutung traumatischer Lebensereignisse für die Entwicklung akuter und chronischer posttraumatischer psychischer Störungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten.
"Die Zeit heilt alle Wunden" ist als Trost und Hoffnung spendende Äußerung durch die Forschung der letzten Jahre widerlegt.
In einem zeitgemäßen, modernen und den ökonomischen Gegebenheiten Rechnung tragenden Gesundheits- und Erziehungswesen sind in allen Berufsgruppen Wissen und ärztliche, psychotherapeutische Handlungskompetenz im Bereich der Psychotraumatologie, der traumazentrierten Psychotherapie und der Traumapädagogik, -beratung und Prävention erforderlich.
|
| Psychotherapie
Energetische Psychotherapie (EDxTM)
|
|