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Bobath

Das Bobath-Konzept wurde von der Krankengymnastin Berta Bobath und dem Neurologen Karl Bobath entwickelt. 

Anfang der 1940er Jahre entdeckte Bertha Bobath bei der Behandlung eines kriegsverletzten Hemiplegikers durch Zufall, dass die Spastik des Patienten in bestimmten Lagerungen und Körperstellungen nachließ oder sogar verschwand. Aus dieser Entdeckung heraus entwickelte sie zusammen mit ihrem Mann ein empirisches Konzept, das aus zwei Säulen besteht: 

  • Beeinflussung des Tonus (Muskelspannung).

  • Ermöglichen von "normalen", physiologischen Bewegungen und Haltungen durch sensorischen Input. 

 

Das Konzept wurde zunächst für Kinder, aber später auch für Erwachsene entwickelt und 1970 in einem Buch zur Befunderhebung und Behandlung erwachsener Hemiplegiker veröffentlicht. 

Bobath ist ein ganzheitliches Rehabilitationskonzept, das darauf ausgerichtet ist, in gemeinsamer Arbeit von Patient, Pflegekräften, Therapeuten und Ärzten verlorengegangene Funktionen wieder zu erarbeiten und das vorhandene Potenzial des Patienten voll zu nutzen. Die Selbstständigkeit und Lebensqualität des Betroffenen sollen verbessert und Pflegebedüftigkeit möglichst verhindert werden. 

Das Bobath-Konzept ist ein 24-Stunden-Konzept. Das bedeutet, dass der Patient rund um die Uhr entsprechend versorgt und betreut werden muss (Lagerung, Transfer usw.). 

 

Innerhalb der Therapie werden mit dem Betroffenen bestimmte Bewegungen erarbeitet und in den Alltag integriert. So kann er sie später aktiv bzw. gemeinsam mit seinen Angehörigen in seinem individuellen Alltag einsetzen.